So sichern Sie Ihre Webcam

Seit der NSA-Affäre mit durchleuchteten E-Mails und abgehörten Telefonaten scheint man vor nicht mehr sicher und privat leben zu können. Aber wer am heimischen PC seine Webcam abklebt, wird meistens nur belächelt. Oder tun sie vielleicht das Richtige?

Camjacking – Was ist das?

Wovor sich Leute fürchten, die ihre Webcam abkleben, nennt man Camjacking. Camjacking ist die Übernahme der Kamera eines fremden Computers. Oder eben auch der eines Laptops, Tablets oder Smartphones. Dabei infiltrieren die Hacker das System und übernehmen die Steuerung der Kamera, oft auch die des Mikrofons. Dies gelingt ihnen oft mit Hilfe eines Trojaners, der über eine E-Mail oder einen Download auf das eigene System kommen kann.

Oft unsere Kamera fremdgesteuert ist, lässt sich dabei nur schwer überprüfen. Die Lampe, die normaler Weise leuchtet, wenn unsere Kamera aktiv ist, kann wie die Kamera selbst durch die Hacker umgangen werden. Das dies oft genug passiert, belegen zahlreiche Missbräuche.


Was kann beim Camjacking passieren?

Was soll schon passieren, werden sich viele fragen. Schließlich bekommen die Hacker nur Bilder der Webcam. Zum einen geht es um die Privatsphäre - mit der Kamera aufgenommene Bilder sind nicht für jeden bestimmt. Daneben besteht immer die Gefahr, dass die Aufnahmen für kriminelle Handlungen missbraucht werden. Sicherheitskameras können bspw. Sicherheitslücken aufdecken und Einbrechern den Zugang zu Gebäuden erleichtern; private Aufnahmen können als Grundlage für Erpressungen benutzt werden.

Wie kann ich den Zugriff auf meine Webcam schützen?

Die Sicherheit Ihrer Webcam hängt unmittelbar an der Sicherheit Ihres Systems bzw. der Ihres Netzwerks. Deswegen gilt: Je sicherer Ihr Netzwerk, desto sicherer Ihre Webcam. Aufenthalte in offenen, meist ungeschützten Netzwerken sollten Sie daher vermeiden. Zwar lässt sich die Webcam über das System auch deaktivieren, wird aber oft beim nächsten Systemstart oder beim Starten von Programmen, für die Sie die Webcam benötigen – wie bspw. Skype – wieder hoch.

Wer dennoch nicht auf die Videotelefonie verzichten will, für den haben wir 5 einfache Tipps.
Fünf Tipps für sicheres Videochatten:

1. Wer ganz sicher gehen will, der lässt es: Die gängigen Videochatprogramme können einfach Opfer einer Bespitzelung werden. Alternative ist der reine Textchat – beispielsweise mit der als abhörsicher geltenden App „Threema“.

2. Man sollte sich wenigstens ein wenig absichern, wenn man videochattet. Dazu im Idealfall ein, zwei Virenschutzprogramme installieren.

3. Die Kamera sollte in der Zeit, in der man sie nicht für den Videochat benutzt, gesichert sein. Das Mikrofon abzuklemmen oder abzukleben ist zusätzlich klug.

4. Generell sollte man vorsichtig sein, was man vor der Kamera veranstaltet: Striptease oder andere kompromittierende Tätigkeiten sind eher nicht empfehlenswert.

5. Wer Mitmenschen, die ihre Kamera abkleben, belächelt, liegt falsch – es mag zwar paranoid wirken, sie handeln aber richtig.

Deswegen empfehlen IT-Experten das Abkleben der Kamera bzw. halten es für die einzig sichere Lösung. Auf den Schutz Ihres Netzwerkes sollten Sie dennoch nicht verzichten: Wichtige Hinweise und Tipps zur Netzwerksicherheit finden Sie in unserem Beitrag „So sichern Sie Ihr Netzwerk.“


[pg | 17.02.2015 |]

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